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Friesische Ortsnamen

25-09-2009
Wymbrits, macht Eure Arbeit!

Friesische Ortsnamen sind ein wichtiger und unverzichtbarer Teil unserer friesischen Landschaft, für unsere Sprache, Kultur und Wirtschaft. Wissenschaftler Prof. Dr. Tony Feitsma schrieb 1986, dass Menschen den eigenen Dorfnamen öfter gebrauchen werden, wenn sie offiziell sind und so auf Papier eine wichtige Funktion bekommen. Solche friesischsprachigen Ortsnamen und Ortsschilder sind also für das Überleben des Namens in der eigenen Umgebung und auch darüber hinaus von grosser Wichtigkeit.

Verschiedene Untersuchungen geben an, dass das "Friesisch-eigene" Vorteile hat in Sachen Wirtschaft aufgrund des "splendid isolations"-Effektes. Die friesische Wirtschaft ist ein Beispiel einer Region mit einer eigenen Identität und die kann verstärkt werden durch das Benutzen der eigenen topografischen Namen. Forscher Ab van Langevelde hat in seiner Abschlussprüfung im Jahre 2001 geschrieben, dass die friesische Sprache einen positiven Einfluss haben kann auf die friesische Wirtschaft. Dozent International Business zu Groningen, Frank Jan de Graaf, schrieb, dass friesischsprachige Ortsnamen wirtschaftliche Chancen bieten. Touristen bekommen das Gefühl, dass sie in einem besonderen Teil, also schon Ausland kommen. Das Empfinden Frieslands als etwas Besonderes wird dadurch gestützt. Ein Tourist möchte keine Einheitlichkeit, sondern er möchte das Gefühl haben, dass er etwas Aussergewöhnliches mitmacht.

In den 50er Jahren hat die Reichsregierung beschlossen, um nur einen topografischen Namen Gültigkeit zu geben. Bei der Einführung der automatisierten Gemeinde Basis Administration (GBA) sind ausschliesslich einsprachige Ortsnamen gültig. Während doppelsprachige Ortsschilder schon seit den 50er Jahren in fast allen friesischen Gemeinden gebraucht werden, ist es seit 1983 gesetzlich ermöglicht worden um den Gemeinden die Befugnis zu geben die Ortsnamen offiziell auf friesisch fest zu legen. Dieser Prozess wird schnell zu unrecht "verfriesischen" genannt.

Auf dem Gebiet der Ortsnamen hat das Friesische kleine Veränderungen durchgemacht. Seit 1989 haben nun 8 von 31 Gemeinden den friesischen Namen offiziell in der GBA festgelegt. Die Gemeinden Boarnsterhim und Tytsjerksteradiel im Jahre 1989, Littenseradiel 1993, Ferwerderadiel 1998, Dantumadiel 2007, Ljouwerteradiel 2008. Am 20. Mai 2008 hat der Rat von Wymbritseradiel als siebte Gemeinde beschlossen um den friesischen Namen mit Eingang vom 1.1.2009 in der GBA zu gebrauchen. Am 2. April 2009 hat sich auch der Gemeinderat von Menameradiel dafür entschieden als 8. Gemeinde mit Eingang vom 1. Januar 2010 den friesischen Ortsnamen in der GBA eintragen zu lassen.

Laut Staatsrecht hat die Gemeinde Wymbritseradiel am 1. Januar 2009 offiziell friesische Ortsnamen bekommen. Nach einem Telefonat kam heraus, dass die Gemeinde Wymbritseradiel nicht übergegangen ist zur Ausführung des Gemeindegesetzes um die Ortsnamen friesischsprachig in der GBA fest zu legen. Das ist eigenartig. Nachdem der Bürgermeister seine Unterschrift unter dem Ratsbeschluss vom 20. Mai 2008 gesetzt hatte, fällt der Beschluss nicht länger nur unter das Gemeindegesetz, sondern auch unter das "Europäische Handfest für Minderheitensprachen". Das Recht um vom 1. Januar 2009 in offiziellen Kontexten Drylts anstelle von IJlst zu schreiben, wurde so nicht nur zuerkannt an die Einwohner von Wymbritseradiel, sondern durch das Europäische Handfest auch an alle Friesen.

In dem Gemeindegesetz gibt es eine Möglichkeit um einen Zerstörungsbeschluss vorzutragen vor der Krone, nämlich in Küre 273. Aber in der letzten Ratssitzung vor dem 1. Januar 2009 ist ein Antrag um den Zerstörungsbeschluss vorzutragen, abgelehnt. War es nicht Bürgermeister Reitsma, der vor der Kamera vom Omrop Fryslân sagte: "Dies bedeutet, dass der Rat den Standpunkt beibehält und das wir übergehen können zum offiziellen friesischen Ortsnamen."

Das Quellendokument, dass der Rat von Wymbritseradiel am 16. Dezember 2008 verschmissen hat, war einzig ein administratives Ausführungsdokument. Es hat ausschliesslich zum Zwecke um Anpassungen in der Rechtschreibung der Ortsnamen fest zu legen. Das Quellendokument darf also nicht gegen das Staatsrecht und auch der Pflicht um so schnell wie möglich die friesischen Ortsnamen in der GBA zu benutzen entgegenwirken.

Sofern das nicht getan ist, sollte die Gemeinde Wymbritseradiel eine ministerielle Anweisung erwarten dürfen vom Minister für Innenpolitik, Frau Ter Horst, um die holländischen Möchtegernnamen in der Basisadministration der Gemeinde umgehend zu verfangen durch die offiziellen festgelegten friesischen Ortsnamen, aber... Den Haag kommt seinen Versprechungen und Verpflichtungen oftmals nicht nach wenn es ums Friesische geht.

Dann sieht es wieder so aus, dass es harte Arbeit ist. Und das die Befreiung der jahrhundertelangen holländischen Namenskolonisierung manchen indoktrinierten Einwohnern nicht angenehm scheint. Im Mai ist ein Gemeindegesetz angenommen im beschlussformender Art und Weise. Dadurch ist es ein staatsrechtlicher Beschluss. Es deutet auf schlechten Führungsfähigkeiten hin, dass sie ihr eigenes Zukurzkommen überlassen (abschieben) an die mögliche neue Gemeinde mit als Arbeitsnamen Súdwest-Fryslân. Die staatsrechtliche Anerkennung des Eigenen bittet fast schon um einen neuen "Kneppelfreed". Müssen wir das nächste Mal auch auf der Tribüne stehen? Wir geben hiermit wieder ein deutliches Signal ab, das Holländische auf den Ortsschildern der Dörfer Nijlân, Skearnegoutum, Drylts, Heech, Wâldsein und Top&Twel unsichtbar zu machen. Wir helfen so Wymbrits mit der Ausführung ihres eigenen Beschlusses. Wymbrits, macht Eure Arbeit!

Die Gemeinde Wymbritseradiel liegt zum Teil im Gebiet der Wimerts*. Auch Wimmertslannen oder Wimertsgea genannt. Der Gemeinderat hat beschlossen um durch Wiedereinteilung die eigene Gemeinde aufzulösen und um aufzugehen in ein grösseres Ganzes mit den Gemeinden Wûnseradiel, Bolsward, Nijefurd und Sneek unter dem Namen Súdwest-Fryslân. Drei von den fünf Gemeinden haben einen offiziellen friesischen Gemeindenamen. Die Provinz hat in dem Brief vom 30. Juni an den Staatssekretär für Innenpolitik geschrieben, dass es laut dem Europäischen Handfest kein Rückgang für friesisch geben darf, wenn es um neue Gemeindenamen geht. Der mögliche neue Gemeindename kann also nicht anders als auf friesisch sein. Wir werden den Namensgebungsprozess kritsch folgen.

Im Namen der Frije Fryske Grûn und der Groep fan Auwerk

 

*Das Gewässer Wimerts lief früher vom Kloster in Starum nach Warkum und liegt jetzt zum Teil im Iselmar. Auch läuft es von Boalsert erst an Drylts entlang und später zu Wâldsein, aufgeteilt in der weiten und engen Wimerts.

In Zusammenarbeit mit der Jugend Frije Fryske Grûn. Hierbei wollen wir der FFG danke sagen für die Unterstützung der obenstehenden Aktion. Siehe auch: http://www.frijefryskegrun.tk/



 

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