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Durchgangsstraße

Regierung dämonisiert friesisches Volk

Den Haag kommt seinen Abkommen und Verpflichtungen gegenüber der friesischen nationalen Minderheit nicht nach. Ratifizierte Verträge für den Friesisch-Unterricht werden nicht beachtet. Die Niederlande haben sich 1996 verpflichtet, der friesischen Sprache Möglichkeiten zu geben und aktiv zu unterstützen. Ein Committee of Experts vom Europarat, das zusehen muss, dass die Charta für Minderheitssprachen beachtet wird, hat jetzt schon das dritte mal konkludiert, dass die Regierung ihren Verpflichtungen nicht nachkommt. Rykswettersteat (Wasserbaubüro, Abteilung des Ministeriums Verkehr und Wasserbau) und Belestingtsjinst (Steueramt) ignorieren die friesische Sprache noch immer in ihrer Kommunikation. So etwas ist diskriminierend, beleidigend und eine Verunglimpfung des friesischen Volkes, und zeugt von keinerlei Anstand.

Schon 1985 hat die Provinz Fryslân in das Sprachübereinkommen 'Fan Geunst nei Rjocht' geschrieben, das Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung zum Niederländischen wichtige Ausgangspunkte sind. In das neue Sprachabkommen 'Fan Rjocht nei Praktyk, 2008-2010' wurden die Säulen unter der provinziellen Sprachpolitik noch einmal unterschrieben. Jetzt, 23 Jahre später, stört Den Haag noch immer.

Zum Beispiel das Prüfen von friesischsprachigen, dreijährigen Kindern mit niederländischen Prüfungen. In unseren Kindergärten ist so etwas mittlerweile normal. Man benutzt doch auch keine deutschsprachige Prüfungen für niederländisch sprechende Kinder? So kreiert man Nachzügler, die es gar nicht gäbe, wenn die Muttersprache sich normal entwickelt hat. Ganz zu schweigen davon, was den Unterricht auf Friesisch angeht. Oder die beschränkten Möglichkeiten in sonstigen gesellschaftlichen Kreisen.

Dezentralisierte Regierungsdienste, wie Belestingtsjinst und Rykswettersteat, sollten in ihrer Kommunikation mit den Friesen das Friesische mündlich und schriftlich für alles benützen. Nicht mehr und nicht weniger! Auch in öffentlichen Räumen müssen solche Institutionen einen Durchgangsverkehr Friesisch realisieren.

Deswegen setzen wir jetzt wieder ein deutliches Warnsignal, und fragen deputearre (Vertreter) Jannewietske de Vries aus unserer eigenen Provinz, alles Mögliche zu tun, um überall in Fryslân die Schilder mit dem Text 'Doorgaand verkeer' (Durchgangsverkehr) zu ersetzen mit 'Trochgeand ferkear' und die Schilder 'Fietspad' mit 'Fytspaad'. Wir sind mit gutem Beispiel vorangegangen, und haben schon einige Schilder in verschiedenen Orten im Südwesten der Provinz Fryslân geändert und so den Durchgangsverkehr Friesisch sichtbar gemacht. Wer folgt?

Wir haben als Friesen schon längst genug von dem dämonisierenden und bremsenden Verhalten von Den Haag. Wenn die nationale Regierung weiter macht, dann folgt eine 'palliative Sedierung' unseres Volkes. Im Moment gibt es noch etwa 6.000 gesprochene Sprachen auf der Welt, aber aller vierzehn Tage scheint Eine zu sterben. Wenn das friesisches Volkes das 21. Jahrhundert als friesischsprachiges Volk überleben will, dann braucht Fryslân weitgehende Autonomie. Dies verlangt nach harten Maßnahmen von unserer Seite.

In den Fünfzigern des letzten Jahrhunderts änderte Kneppelfreed (Knüppelfreitag) die Politik für die friesische Sprache in der Provinz Fryslân. Das war vor fünfzig Jahren. Nun reisen Vertreter vom Provinzparlement mit dem Kommissar der Köningin der Provinz Fryslân am 1. Oktober mit dem Bus nach Den Haag, um das Friesische in der Verfassung festzulegen. Sie wollen mit Abgeordneten aus dem niederländischen Parlement sprechen, um zu verhindern, dass nur die niederländische Sprache in die Verfassung aufgenommen wird und auch dort wieder mal ihr Monopol erhält. Das Friesische in der Verfassung ist wichtig für den Status unserer Sprache und die Gleichstellung an die niederländische Sprache. Wird der kommende Mittwoch als 'Knüppelmittwoch' in die Geschichtsbücher geschrieben und ein Erfolg sein für die friesische Sprachpolitik in den Niederlanden? Wir hoffen es.

Friesisch in der Verfassung ist eine Notwendigkeit, wodurch wir unsere friesische Kultur und Eigenheiten sicher stellen in einer Welt mit immer mehr Globalisierung und Anglomanie.

Die Ausganspunkte der provinziellen Sprachpolitik müssen mindestens erfüllt werden. Wir müssen jetzt endlich das Friesische zur ersten Sprache von Fryslân machen, mit Erlaubnis für andere Sprachen. Und das Friesische kommt in die Verfassung, Ter Horst oder nicht!

Die Geschichte von erfolgreichen volksnationalen Bewegungen beweist, dass der Streit um das Erhalten von Sprache und Eigenheiten angefangen wurde von kleinen, entschlossenen Gruppen, die der strukturellen Gewallt der Regierung nicht aus dem Weg gingen. Eine öffentliche Debatte im Provinzparlament über Maßnahmen für die friesische Sprachpolitik wäre ein guter Anfang. Maßnahmen, die zu Aktionen führen, bei denen viele Menschen mitmachen. Statt einen gelegentlichen, einen strukturellen Charakter haben.

Wir fordern unsere friesischen Politiker auf, unsere Interessen zu verteidigen und deutlich unsere Punkte in Den Haag klar zu machen. Es sollte heutzutage doch möglich sein, mit einem Dialog sich alle Minderheitssprachen Europas sicher und frei entwickeln zu lassen. Das die Regierung sich nicht um ihre Verpflichtungen kümmert, können wir nicht länger akzeptieren.

Im Namen der Groep fan Auwerk,
Siwert Reinarda

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